Peter Büssers

Deutschland hinkt beim Breitbandausbau hinterher. Zu spüren ist das insbesondere bei uns auf dem Land. Als Privatanwender zum Beispiel, wenn der Radio-Stream in der Küche aussetzt, weil gleichzeitig im Wohnzimmer ein Video aus der Mediathek geguckt wird, während der PC im Arbeitszimmer schonmal das nächste Update herunterlädt. Und die Datenmenge steigt stetig: HD-Audio, 4K-Video, Updates von mehreren Gigabytes…
Noch dramatischer ist es in den Schulen, wo sich sämtliche Schüler und Lehrer die Bandbreite eines Privathaushalts teilen müssen. Schon einfache Internetrecherchen werden zur Geduldsprobe, das Internet ist in vielen Schule fast nicht nutzbar, weil der Anschluss der Schule nur so gut ist, wie die Infrastruktur des Orts. VDSL ist unzeitgemäß und bringt uns in Grefrath nicht weiter. Langfristig bietet nur der echte Glasfaseranschluss bis ins Haus (FTTH) eine Perspektive: für die Privathaushalte, für die ansässigen Betriebe und nicht zuletzt auch für unsere Schulen.

Peter Büssers, Grefrath, Lehrer und Kirchenmusiker 30. August 2017