Vinkrath knackt 40%-Grenze und wird Gigaspeed-Dorf

Das war ein echter Durchmarsch! Erst Anfang August ist die Nachfragebündelung in Vinkrath gestartet, bis 09.10 läuft die Frist noch. Und bereits nach nur sechs Wochen haben die Bööscher klar gemacht: Glasfaser ins Haus? Ja bitte! Nachbarn haben sich Technik und Tarife gegenseitig erklärt, viele Fragen konnten wir als Bürgerinitiative beantworten und die Zahlen der Vertragsabschlüsse sind stetig gestiegen. Heute am 22.09.2017 ist es offiziell: Die 40%-Grenze ist geknackt, die Deutsche Glasfaser wird ein Glasfasernetz bis in alle Vinkrather Häuser bauen (Fibre to the Home – FTTH).

Nur wenn alle vier Ortstteile mit Glasfaser ausgebaut werden, kann die Gemeinde sich wirklich freuen!

Als Bürgerinitiative freuen wir uns sehr, dass der Boosch der erste Ortsteil ist, der „den Sack zugemacht“ hat. Allerdings werden wir nun in Grefrath, Oedt und Mülhausen (gerade gestartet) verstärkt informieren, um auch diese Ortsteile von den Vorteilen und der Notwendigkeit eines zukunftsfähigen Netzes für Internet, Telefon und TV zu überzeugen.

Wer in Vinkrath nun noch auf den Zug aufspringen will, sollte sich beeilen: Den Glasfaseranschluss ohne Baukosten gibt es nur innerhalb der Nachfragebündelung, also bis 09.10. Danach fallen mindestens 750 Euro für die Bauarbeiten an.

 

Hier noch mal einige Statements von Bürgern aus den beiden kleinen Ortsteilen Vinkrath und Mülhausen:

Ich möchte Sie alle bitten, sich intensiv mit der Glasfasertechnologie auseinanderzusetzen und seriös beraten zu lassen, denn der Ausbau eines leistungsfähigen Glasfasernetzes ist ein entscheidender Schritt in die digitale Zukunft. Wir sollten diese, sicherlich für die nächsten Jahre einmalige Chance nicht leichtfertig vertun.

Manfred Lommetz, Bürgermeister 8. August 2017

Wir haben jetzt die Chance bei gleichen Kosten für den Privathaushalt durch die Umstellung
auf das Glasfaser-Netz auch für die Zukunft eine stabile Internetversorgung in unserer Heimat
zu sichern. Wenn wir diese Chance nicht nutzen, ist es ungewiss ob und wann dieser wichtiger
Teil der Infrastruktur in unserer Gemeinde ausreichend modernisiert wird.
Eine nachhaltig gute Internet-Versorgung ist für die Entwicklung unserer Gemeinde und für die
Attraktivität im Hinblick auf Zuzüge von Neubürgern und neuen Firmen sowie die Standortsicherung
sehr wichtig.

Manfred Wolfers jun., CDU-Kreistagsabgeordneter, Hauptstraße, Mülhausen 15. August 2017

Nutzen wir die Chance für schnelles Internet in Vinkrath - deshalb: nicht auf alle anderen zählen, sondern beraten lassen und unterschreiben!

Sebastian Trienekens, Mörtelsstraße, Vinkrath 17. August 2017

Anfang der 90er Jahre hatte ich als IT-Verantwortlicher der Gemeinde Grefrath damit begonnen, die IT-Systeme und Netze für die Verwaltung und für die Schulen aufzubauen. In diesen 25 Jahren habe ich oft erlebt, dass Entwicklungen, von denen man dachte, dass sie erst in ein paar Jahren einträfen, plötzlich „vor der Haustür“ standen.

Und eines dieser Phänomene erleben wir aktuell wieder: Viele Menschen glauben, dass Internetbandbreiten von 16 bis 50 Mbits ausreichend wären und dass sie mit diesen Datenraten auch auf absehbare Zeit auskommen. Meine o.g. Erfahrungen zeigen aber, dass sich solche Annahmen sehr schnell überholen. Insbesondere Streamingdienste verlagern z.B. das traditionelle Fernsehen immer mehr ins Internet.

Ich bin überzeugt davon, dass wir sehr bald viel größere Bandbreiten benötigen. In seltener Einigkeit plädieren daher IT-Fachleute den Kupferkabelhausanschluß gegen einen Glasfaseranschluss zu wechseln. Und genau diese Möglichkeit bietet sich jetzt!

Daher unterstütze ich als Breitbandkoordinator, aber auch als Grefrather Bürger, jede Möglichkeit des Glasfaserausbaus.

Mittlerweile bin ich Verantwortlicher für den Bereich des Schulverwaltungsamtes und möchte ihr Augenmerk auch auf unsere guten Bildungseinrichtungen lenken, die von ihren Kindern besucht werden. Die Digitalisierung des Unterrichts schreitet sehr schnell voran. Im Schulzentrum Burgweg und im Mülhausener Gymnasium werden jeweils rund 1.000 Schülerinnen und Schüler beschult. Ich gehe davon aus, dass pro Standort 500 Mbit symmetrisch (also identische Up- und Downloadgeschwindigkeit) notwendig sind. Daher brauchen unsere Schulen Glasfaseranschlüsse und sie können dabei helfen, indem sie sich auch für einen Glasfaseranschluss entscheiden.

Nur wenn die Bevölkerung die 40%-Vorvermarktungsqoute erreicht und wir ein flächendeckendes Netz in Grefrath bekommen, dann werden auch Schulen davon profitieren. Sie können also aktiv an der Verbesserung unserer Schulinfrastuktur mitarbeiten.

Wolfgang Linke, Breitbandkoordinator Gemeinde Grefrath 18. August 2017

Seit fast 30 Jahren lebe ich in Vinkrath und bin eben so lange Lehrer an der Liebfrauenschule Mülhausen. Die Entwicklung des (schleppenden) Zugangs zum Internet habe ich nicht nur in der Schule sehr genau mitverfolgt und miterlebt. Die ehemals aus dem bundesdeutschen Monopolunternehmen entwachsene Telekom hat sich nie um den ländlichen Raum bemüht. Erst aufgrund des politischen Drucks und dank öffentlicher Subventionen tut sich etwas. Aber auch das ist nur eine Mogelpackung: Das angeblich schnelle Netz ist nur schnell bis zu den an vielen Stellen zu sehenden Knotenpunkten (die grauen Kästen). Dahinter bleibt bis zu unseren Häusern alles beim Alten, nämlich Kupferkabel. Das heißt für jeden Internetnutzer: Es wird ein Rennwagen angeboten, den ich nur mit angezogener Handbremse fahren kann. Abgesehen davon kann man das Netz selbst dann nicht mit der behaupteten Leistung nutzen, wenn mehrere Haushalte gleichzeitig ins Netz wollen. Das ist dann besonders tragisch, wenn man eine Immobilie ganz am Ende eines Kupferleitungssystems hat, denn damit wird die Leistung noch schlechter.

Deshalb habe ich mich für einen Glasfaseranschluss über die Deutsche Glasfaser direkt in mein Haus entschieden. Wer will schon einen Rennwagen mit angezogener Handbremse fahren? Dazu kann ich auch nur jedem Vinkrather raten. Das ist die Technologie, die dem wachsenden Datenstrom in den nächsten Jahren noch standhält.

Würden Sie einen (gebrauchten: alte Kupferleitungen!) Rennwagen mit angezogener Handbremse kaufen, oder – sogar zu einem besseren Preis – einen nagelneuen Rennwagen, der auch die volle Leistung bringt? Die Frage kann sich jeder selbst beantworten.

Und noch eins für diejenigen, die sagen: Das brauch‘ ich sowie so nicht, ich benutze kaum oder gar nicht das Internet. An wen wollen Sie später Ihre Immobilie verkaufen bzw. vermieten? Glauben Sie ja nicht, dass Familien mit Kindern in solche Wohngebiete ziehen werden, die von modernen Kommunikationsmedien abgeschnitten sind. Als erfahrener Lehrer kann ich bestätigen, dass bei den Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen ein Internetzugang zu Hause vorausgesetzt wird.

Der Zugriff auf weltweit verteilte Datenspeicher (Cloudsysteme) braucht schnelle Leitungen. Das kann nur ein Glasfaseranschluss bis ins Eigenheim bieten! Wenn wir uns in Vinkrath (selbstverständlich auch in den anderen Ortsteilen) jetzt dafür entscheiden, dann müssen wir für den Ausbau dieses Netzes keine Baukosten tragen.

Also: Antrag ausfüllen und Vinkrath zukunftsfähig machen!

Magnus Schwitanski, Vinkrath, Oberstudienrat 19. August 2017

Vinkrath glänzt flächendeckend mit DSL6000. Flüssig geht da nur noch Web-Radio. Ob nun Hybrid-Technik oder VDSL, beide Techniken sind veraltet und nicht für die Zukunft gebaut. Ich brauche zur Zeit auch keine 200MBit Up- und Download, aber vielleicht schon in 1-2 Jahren. Die rasante Entwicklung ist keine Theorie, sie ist belegbar.

Dirk Stäber, Rütersend, Vinkrath, IT / Netzwerk-Spezialist 21. August 2017

Für Zukunftsentscheidungen benötigt man Informationen und Weitblick. Es wäre schön, wenn zumindest 40% der Grefrather Haushalte erkennen, dass nur Glasfaserkabel bis ins Haus die richtige Lösung ist. Kupferkabel am Ende reicht einfach nicht. Wir in Vinkrath wissen aus jahrelanger leidvoller Erfahrung, was schlechte Infrastruktur bedeutet. In wenigen Jahren werden die Bewohner der anderen Ortsteile diese Feststellung aus eigener Erkenntnis deutlicher nachvollziehen können. Aktuell hat die Gemeinde die Möglichkeit eine große Chance für die Zukunft zu nutzen. Die Konditionen innerhalb der Nachfragebündelung sind erstaunlich gut (kostenloser Hausanschluss usw.). Wenn der Glasfaserausbau im jeweiligen Ortsteil nicht geschafft wird, kommt dann spätere Erkenntnis leider zu spät.

Berthold Binzen, Vinkrath 3. September 2017

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Wenn ich gefragt werde "Wofür brauche ich denn so einen schnellen Anschluss?", dann antworte ich gerne "Du brauchst diese Leistung vielleicht nicht für das nächste Telefonat oder die nächste Mail an deine Kinder. Aber deine Kinder oder Enkelkinder, die als nächste Generation hier in der Niersgemeinde wohnen, leben und arbeiten möchten. WIR als Eltern und Großeltern haben die Pflicht, jetzt die Weichen zu stellen für unsere folgende Generation. Daher Antrag ausfüllen!"

Bernd Holtmanns 7. September 2017

Unser Gymnasium ist mit ca. 1100 Schülern eine der größten Schulen im Kreis Viersen. Moderne pädagogische Angebote und digitale Lernformen erfordern einen breitbandigen Internetzugang – wir wollen die Kinder und Jugendlichen schließlich auf das Leben und die Berufstätigkeit vorbereiten. Unsere neuen Tablet-Klassen werden wir nur mit einem Glasfaseranschluss in den kommenden Jahren für die ganze Schule ausbauen können.

Lothar Josten, Leiter der Liebfrauenschule in Mülhausen 21. September 2017

 

2 Antworten

  1. Jehova sagt:

    Unfassbar. …

  1. 13. November 2017

    […] to the Home – FTTH) ist und ohne Verlängerung schnell klar gemacht: Wir sind dabei! Die Bööscher sind schneller in die Nachfragebündelung gestartet und haben sich zu 60% für den Glasfa… entschieden und die Messlatte außerordentlich hoch gehängt. Die Mülhausener haben nachgezogen […]

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