Ja wer buddelt da so spät noch am Verteilerloch?

Es ist die Telekom, und sie ver**** uns noch. 😉

Die Deutsche Telekom baut aktuell in der Gemeinde Glasfaser bis zu den Hauptverteilern, nicht aber bis in die Unterverteiler oder gar die Gebäude (kein FTTH). In vielen Straßenzügen rund um die Ausbauregion sieht man aktuell die Bauarbeiten.

  

Was bringt der Ausbau?

Laut aktueller Verfügbarkeitsprüfung der Telekom ist in den Ortskernen von Grefrath, Mülhausen und Oedt der Breitbandausbau mit VDSL (max bis zu 50 Mbit/s) realisiert. Gemäß dreimonatiger Ansicht ist der geplante VDSL-Ausbau mit 50 Mbit/s für Vinkrath sowie weitere Teile von Oedt bald fertiggestellt. Darüber hinaus wird der nördliche Teil Grefraths, sowie der nördliche Teil Oedts mit Vectoring auf VDSL 100 Mbit/s aufgerüstet.

Die Fertigstellung der Bauabschnitte Grefrath 1 sowie Oedt sind beide für Ende September 2017 angegeben. Der kommende Bauabschnitt 2 (bei der Verfügbarkeitsprüfung noch nicht ersichtlich) ist für Juni 2018 vorgesehen.

Randgebiete profitieren nicht

Wie man unschwer auf der animierten Verfügbarkeitskarte der Telekom sehen kann, werden die Randgebiete der einzelnen Ortsteile vom VDSL und Vectoring Ausbau aktuell keinen Nutzen haben, da sie sich außerhalb des Nahbereiches befinden. Bewohner dieser Gebiete müssen weiterhin mit Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s vorlieb nehmen.

Eine detaillierte Prüfung kann man unter folgendem Link vornehmen: Verfügbarkeitsprüfung Telekom

Was kommt da noch?

Das Ausbaugebiet Grefrath2 ist noch nicht bekannt, wird sich aber ggfs. auf einen Vectoring Ausbau des südlichen Grefraths beschränken (aktuell nur Vermutungen). Da der Vectoring Ausbau aufgrund des Wettbewerbs nicht förderungsfähig ist, kommen die Vinkrather aktuell nicht in den Genuss von Bandbreiten über 50 Mbit/s, da der Ausbau dort subventioniert wurde. Für Oedt und Mülhausen sind auf Basis der Verfügbarkeitsprüfung der Telekom keine Prognosen möglich, die Randgebiete beider Ortschaften werden beim Breitbandausbau aber aktuell keine Berücksichtigung finden.

Darüber hinaus beziehe sich die relative geringe Leistungssteigerung gegenüber herkömmlichem VDSL2 (maximal Verdoppelung der Kapazität von 50 auf 70 bzw. ca. 90, wenn vorhanden, auf dann ca. 180 Mbit/s) nur auf ungefähr die ersten 600 m Leitungslänge

Alexander Bonde (Grüne), bis Mai 2016 Verbraucherschmutzminister von Baden-Württemberg, äußerte sich dazu im April 2016 mit entsprechender Kritik zum Vectoring Ausbau: Kupfer verhindert Glasfaser

Durch Vectoring will die Telekom veraltete Kupferleitungen noch einmal aufrüsten, obwohl sich diese Technologie schon bald überholt haben wird“, warnte er. „Dies birgt sowohl die Gefahr einer digitalen Spaltung sowie einer Remonopolisierung des Netzes.“ Telekom-Konkurrenten kritisieren, dass dem Glasfaser-Ausbau in den betroffenen Gegenden die wirtschaftliche Grundlage entzogen werde.

Fazit

Die Telekom baut zwar, aber sie hilft Grefrath nicht weiter. Dazu müsste Glasfaser bis in jede Wohnung gelegt werden (FTTH) und nicht nur bis zu den Hauptverteilern. Das bietet nur die Deutsche Glasfaser an. Ohne Baukosten.

1 Antwort

  1. 1. September 2017

    […] also kein „Fibre-to-the-Home (FTTH)“! In einem früheren Beitrag auf unserer Seite „Ja wer buddelt da so spät noch am Verteilerloch“ haben wir bereits berichtet, welche Bereiche von Grefrath, Mülhausen und Oedt in den […]

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