Glasfaser ins eigene Haus! Das hat in Grefrath, Oedt und Vinkrath überzeugt.

Mit drei Infoständen in Grefrath, Oedt und Vinkrath hat die Bürgerinitiative am Samstag, 12.08 zum Glasfaserausbau informiert. Das Interesse war sehr groß, die meisten Bürger sind erst zu uns an die Stände gekommen, um sich unabhängig beraten zu lassen. Ein Thema hat dabei ganz klar dominiert: Die Glasfaser bis ins eigene Haus oder die eigene Wohnung zu bringen!

Genau das bietet die Deutsche Glasfaser derzeit an: Eine eigene Glasfaser-Ader für jeden! Technisch spricht man von FTTH (Fibre to the Home). Diese Glasfaser-Adern sind dünner als ein Haar, transportieren Informationen als Licht und nicht mehr elektrisch wie das alte Kupferkabel. Dabei ist diese Glasfaser unglaublich leistungsfähig – durch eine einzige Glasfaserader könnte der gesamte deutsche Datenverkehr übertragen werden. Und so eine Ader kann jeder zur alleinigen Nutzung bekommen!

Im alten Kupfernetz hingegen müssen alle Anwohner einer Straße eine Kupferleitung mit Nachbarn teilen – man sich von einem „shared medium“. Dadurch wird die Verbindung umso langsamer, je mehr Nachbarn gerade online sind. Die negativen Auswirkungen kennen die meisten. Außerdem ist die Entfernung zum Schaltkasten entscheidend. Die meisten bekommen nicht die volle Leistung, die sie bezahlen (z.B. 16 Mbit), sondern nur „bis zu 16 Mbit“ – das ist meistens ein großer Unterschied.

Das neue Glasfasernetz wird als komplett zusätzliches Netz neben dem bestehenden Kupfernetz gebaut. Hierfür investiert die Deutsche Glasfaser mehrere Millionen Euro in Grefrath – eine einmalige Gelegenheit. Das beste hier: Diese Bauarbeiten sind für die Kunden kostenlos, wenn man jetzt den 2-Jahres-Vertrag abschließt. Wer sich erst später entscheidet, wenn das Netz gebaut wurde, muss die vollen Bauarbeiten aus eigener Tasche zahlen. Dies sind ca. 750 Euro!

Außerdem hat die Glasfaser im Haus (FTTH) den Vorteil, dass sie nach den ersten zwei Jahren Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern ermöglicht. Die Deutsche Glasfaser (DG) muss dann anderen Anbietern Zugang zu ihrem Glasfasernetz ermöglichen, weil es sich um ein sog. Open Access Network (OAN) handelt. Dies bezeichnet ein Geschäftsmodell, das die „Nutzung“ eines Netzwerks von „Errichten und Betrieb“ des Netzwerks trennt. Konkurrierende Internetprovider mieten hierbei nur die gerade benötigte Bandbreite. Die DG kann ihr Netz durch dieses parallele Vermarkten besser auslasten. Vor allem in ländlichen Regionen wie Grefrath – mit geringer Siedlungsdichte – verbessert diese „Mehrfachvermarktung“ die Rahmenbedingung für eine wirtschaftliche Netzwerkerschließung – zum Vorteil der DG und der Kunden. Denn Wettbewerb belebt das Geschäft und hält die Preise niedrig.

Im Gegensatz zu diesem Wettbewerb im Glasfasernetz gibt es bald auf dem Kupfernetz keinen Wettbewerb mehr! Damit mittels des Vectorings (VDSL) aus der Kupferleitung noch die letzte Leistungsreserve (bis zu 100 Mbit) „herausgequetscht“ werden kann, kann immer nur ein Netzbetreiber Leitungen zu den Kunden anbieten. Mitbewerber, wie z.B. 1&1 oder Vodafone können keine gemietete oder entbündelte Teilnehmeranschlussleitungen mehr anbieten, sondern diese nur zu deutlich schlechteren Konditionen via „Bitstream Access“ (Miete von Bandbreitenkapazität) von der Telekom anmieten.

Diese drei Gründe (1. Eigene Glasfaser im Haus, 2. Keine Baukosten 3. Wettbewerb erhalten)  haben fast alle Bürger an unseren Ständen von der technischen Vorteilhaftigkeit überzeugt. Daneben gab es eine ganze Menge weiterer wichtiger Gründe und Fragen, die wir hier auflisten bzw. beantworten:

Für Auskenner: 20+ gute Gründe für Glasfaser und FTTH in Grefrath

Fragen + Antworten (FAQ)

Haben Sie Fragen hierzu? Lassen Sie uns gerne einen Kommentar da.

1 Antwort

  1. 23. Oktober 2017

    […] Warum ist Glasfaser besser? Die Glasfaser (Lichtwellenleiter) ermöglicht fast unendlich hohe Datengeschwindigkeiten und ist unempfindlich  gegen Störungen (Latenz). Wenn der Glasfaseranschluss bis ins Haus verlegt wird, können Sie das Internet endlich ohne „Bremse“ nutzen. Man spricht von „Fibre to the home (FTTH)“. Diese Geschwindigkeiten kann das alte Kupferkabel der Telekom nicht bieten. Die Datenmengen, die wir alle brauchen steigen in atemberaubender Geschwindigkeit – bei jedem von uns. Videos per Whatsapp, Filme per Netflix, Software downloaden, Urlaubsbilder in die Dropbox speichern, iPhones updaten usw. usf. [Mehr zum Unterschied zwischen Kupfer und Glasfaser] […]

Kommentar verfassen