Gründung mit toller Resonanz. 90 Bürger zeigen Flagge für Glasfaser

Das war ein Auftakt nach Maß! Der Einladung zur öffentlichen Gründung der Bürgerinitiative „Glasfaser für Grefrath“ im Lenkeshof waren weit mehr Bürgerinnen und Bürger gefolgt, als wir erwartet hatten. 90 Menschen insbesondere aus Grefrath, Oedt und Vinkrath waren zusammengekommen. Die Mülhausener Beteiligung war etwas geringer, weil dort die Nachfragebündelung offiziell noch nicht begonnen hat.

Daniela Mohr, eine der Sprecherinnen, stellte die Ziele der Bürgerinitiative vor: „Wir wollen mindestens 40% der Haushalte in allen vier Ortsteilen davon überzeugen, einen Glasfaserantrag bei der Deutschen Glasfaser GmbH zu unterschreiben. Erst ab dieser Schwelle wird das Glasfasernetz gebaut.“ Die Bürgerinitiative sieht sich hierbei als neutraler, vertrauenswürdiger und kompetenter Vermittler – zwischen der Deutsche Glasfaser GmbH und den Bürgerinnen und Bürgern. „Wir erklären und überzeugen, aber wir bequatschen nicht!“

Die Bürgerinitiative setze sich außerdem für eine Verlängerung des Zeitraums der Nachfragebündelung in Grefrath und Oedt ein. Der ende zwar planmäßig am 14.08, müsse aber verlängert werden, um der Bürgerinitiative die Zeit zu geben, zu informieren und für die Vertragsschlüsse zu werben.

Die technischen Vorteile der Glasfaseranschlüsse im eigenen Haus (FTTH – Fibre to the Home) erläuterte der Oedter Christoph Streit: Ein Glasfaserausbau bis zum Verteilerkasten reicht nicht aus, weil die sog. „letzte Meile“ in den Straßen und bei den Hausanschlüssen ebenfalls auf Glasfaser umgebaut werden muss. Dieses Investition scheut die Telekom und versucht mit der Vectoring-Technik (VDSL) Kunden zu gewinnen. Dass dies der schlechtere Weg ist, machte Streit anhand einer Grafik der Deutschen Telekom deutlich.

Außerdem wurde zum Stand der Nachfragebündelung informiert und in einem transparenten Preisvergleich vorgerechnet, dass das Angebot der Deutschen Glasfaser nicht teurer aber technisch weit überlegen ist. Auch zu Möglichkeiten, beim Vertragsschluss zu sparen, wurde gesprochen. HIer bieten sich z.B. der Online-Vertragsabschluss an.

Daniela Mohr betonte, dass es jetzt wichtig sei, mit möglichst viel Manpower über die FTTH-Technik zu informieren und den Meschen die Ängste vor einem Vertragsschluss zu nehmen: „Wir organisieren ab sofort die Menschen, die die Bedeutung einer leistungsstarken Glasfaserinfrastruktur für die zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde erkennen und sich mit uns gemeinsam dafür einsetzen. Hierfür wollen wir möglichst viele Menschen aktivieren und für die Arbeit in der Bürgerinitiative einbinden.“

Die Fragen der Teilnehmer nahmen großen Raum ein, wurden kundig durch Daniela Mohr und Christoph Streit, teilweise aber auch aus Plenum beantwortet. Anschließend wurden in Kleingruppen die nächsten Aktionen geplant und vorbereitet.

Die Folien der Gründungsversammlung, die Liste „20 Gründe für die Glasfaser“ sowie die „8 Schritte zum Mitmachen“ stehen hier zum Download bereit.

 

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