Wie Deutschland die Digitalisierung verschläft

Beim Digitalgipfel wird über die Zukunft gesprochen –  in der Gegenwart verliert Deutschland den Anschluss. Warum geht es nicht voran?

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Schon zum elften Mal fand der nationale IT-Gipfel statt, der nun Digitalgipfel heißt. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel kamen gleich vier Minister zu der zweitägigen Veranstaltung nach Ludwigshafen: Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Vielzahl der Minister ist allerdings auch ein Ausdruck der überlappenden politischen Zuständigkeiten beim Thema Internet. Insgesamt interessierten sich rund 1100 Besucher für Gegenwart und Zukunft der Digitalisierung in Deutschland.

Wie steht es um die Digitalisierung in Deutschland?

Im Jahr 2013 hatte Angela Merkel erlärt: „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Mit einer Digitalen Agenda wollte die Bundesregierung das ändern. Doch die Ergebnisse sind überschaubar. Statt in Sachen Digitalisierung aufzuholen, ist Deutschland sogar zurückgefallen, wie der jüngste Report des Schweizer World Competitiveness Center zeigt. Demnach ist Deutschland bei der Digitalen Wettbewerbsfähigkeit von Rang 15 auf Platz 17 zurückgefallen. Die Spitzenplätze belegen Singapur, Schweden, die USA, Finnland und Dänemark. „Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland“, schimpft Thomas Knüwer, Gründer der digitalen Strategieberatung kpunktnull.

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